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    Tutoren- und Mentorenprogramm KOMPASS

    Studierende engagieren sich für gute Lehre

    07/18/2017

    Seit fast einem Jahr engagiert sich das KOMPASS-Team an der Katholisch-Theologischen Fakultät: Ausgebildete Tutoren und Mentoren unterstützen seitdem die neuen Erstsemester dabei, sich schnell in ihrer Fakultät einzuleben und fachlich fit zu werden.

    Koordinatorin Teresa Amend (Mitte) und die Studierenden Jana Hock und Felix Fleckenstein aus dem KOMPASS-Team an der Katholisch-Theologischen Fakultät. (Foto: Annette Popp)

    Teresa Amend ist seit Oktober 2016 Koordinatorin für das KOMPASS-Tutoren- und Mentorenprogramm an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Würzburg. Gemeinsam mit Studiendekan Professor Wolfgang Weiß hat sie sich auf die Suche nach Studierenden gemacht, die zukünftig als Tutoren oder Mentoren tätig sein möchten. Schnell hat sich ein Team aus älteren Studierenden gebildet, das eine hochschuldidaktische Ausbildung mitgemacht hat und sich seitdem um jüngere Mitstudierende kümmert.

    Engagiert und motiviert

    Von Anfang an mit dabei sind Jana Hock und Felix Fleckenstein. Sie studieren beide seit Wintersemester 2014/15 an der Uni Würzburg im Magisterstudiengang Katholische Theologie. Schon frühzeitig haben sie sich in ihrer Fakultät als Fachschaftsvertreter für studentische Themen eingebracht und gute Netzwerke aufgebaut. Nun haben sie sich zu KOMPASS-Tutoren qualifiziert und erarbeiten gemeinsam mit Dozierenden ihrer Fakultät neue Angebote für jüngere Studierende.

    Gerade am Beginn des Studiums fordert der Uni-Alltag die Erstsemester stark heraus: Wie erstelle ich meinen Stundenplan? Wie lerne ich effizient? Wie motiviere ich mich dabei? Auch bei grundlegenden Angelegenheiten – wie  Klausuren schreiben,  wissenschaftliche Arbeiten verfassen oder die Einübung in exegetische oder historische Methoden – unterstützt das mittlerweile 15köpfige KOMPASS-Team jüngere Studierende in den ersten Semestern.

    Zusammen mit Dozierenden an verschiedenen Lehrstühlen hat das Team ein neues Programm auf die Beine gestellt: Im neuen „Tutorium zur Einleitung in das Alte Testament“ beispielsweise trifft sich Jana Hock jede Woche mit einer kleinen Gruppe von Studierenden. Hier bereiten sie die gleichnamige Hauptvorlesung auf. „Wir üben die Bibel thematisch zu markieren, gleich im ersten Semester, denn später kurz vor der Prüfung kann man dies nicht mehr aufholen“, so Jana Hock.

    „Mir macht meine Tutorentätigkeit richtig Spaß. Denn bei der Vorbereitung auf die nächste Tutoriumsstunde vertiefe ich mein eigenes Wissen, ich wiederhole, recherchiere und gebe dann meine Kenntnisse direkt an meine Teilnehmer weiter“, sagt Jana Hock. Ganz wichtig ist dieser Job für die Tutorin auch im Hinblick auf ihren späteren Beruf: „ Man lernt sich selbst zu organisieren, Vorlesungsstoff strukturiert neu aufzubereiten und vor größeren Gruppen zu sprechen.“

    Gute Chance für den späteren Beruf

    Wie Jana engagiert sich auch Felix Fleckenstein von Anfang an für das KOMPAAS-Programm an seiner Fakultät. Er hat sich für ein Tutorium zur Vorlesung „Grundfragen der Dogmatik“ qualifiziert – ein schwieriges Thema für Unineulinge, wie Felix aus seinem eigenen Studium noch weiß: „Gleich zu Beginn des Studiums möchte ich meinen Erstsemestern die wichtigen Grundlagenkenntnisse der Dogmatik beibringen. Wir beschäftigen uns mit Grundbegriffen der Philosophie und nehmen uns dafür viel Zeit“, sagt Felix Fleckenstein. Im Tutorium simuliert der Tutor schriftliche Prüfungssituationen, die im späteren Studienverlauf tatsächlich auf seine Tutanden zukommen werden. „Meinen Teilnehmern kann ich dadurch die Angst vor Prüfungen nehmen. Und tatsächlich haben sich seit meinem Tutorium die Prüfungsergebnisse im Fach Dogmatik verbessert.“ Ein großer Erfolg für den studentischen Lehrenden neben dem positiven Feedback, das ihm seine Teilnehmer immer wieder geben: „Durch den Tutor hat Dogmatik richtig Spaß gemacht“, so eine junge Teilnehmerin. Felix Fleckenstein „Als Tutor engagiere ich mich nicht aus finanziellen Gründen. Neben dem unglaublich guten Feedback seitens der Studis ist diese Tätigkeit eine gute Chance, meine spätere Rolle als Pastoralreferent zu erlernen oder mich auf meine Promotionszeit in Dogmatik vorzubereiten.“

    Gemeinsam neue Lehrformate entwickeln

    Für einen Studieneinsteiger ist es ganz wichtig, möglichst bald „seine“ Fakultät und alle Ansprechpartner kennen zu lernen. Teresa Amend legt daher von Anfang an Wert auf ein gutes Miteinander von Tutoren, Dozierenden und Studierenden: „Unser Miteinander in der Fakultät lebt durch enge Kontakte, viele Gespräche und gute Diskussionen. Wir wünschen uns, dass sich unsere neuen Studierenden möglichst bald und gut in der Fakultät aufgehoben fühlen und sich mit ihr identifizieren.“

    Immer mehr Dozierende an der Fakultät kommen auf die KOMPASS-Koordinatorin zu und konzipieren gemeinsam neue Lehrformate wie Tutorien und webbasierte Übungen für weitere Lehrveranstaltungen aus den Bereichen historische, biblische, systematische und praktische Theologie.

    Als Dank für das engagierte KOMPASS-Team und zum einjährigen Bestehen des Programms an der Fakultät hat Studiendekan Professor Wolfgang Weiß im Juni alle aktiven Mitarbeitenden zu sich nach Hause zu einem Grillfest eingeladen. Und schon jetzt stehen einige Studierende als Interessenten auf der Warteliste, um im nächsten Semester ein neuer KOMPASS-Tutor oder Mentor werden zu dürfen.

    Qualitätspakt Lehre

    Zur Unterstützung von Studierenden in der Studieneingangsphase wurde das KOMPASS Tutoren- und Mentorenprogramm an der Uni Würzburg ins Leben gerufen und an allen Fakultäten etabliert. Das Programm wird im Rahmen des „Qualitätspakt Lehre“ auch in der zweiten Förderphase vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

    Kontakt

    Teresa Amend, Koordinatorin KOMPASS-Tutoren- und Mentorenprogramm für die Katholisch-Theologische Fakultät, Tel.: +49 931 31-86088, Mail: teresa.amend@uni-wuerzburg.de

    Annette Popp

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